JGU-Informatikerin in neuem internationalem Auswahlprogramm für wissenschaftliches Rechnen aufgenommen

Prof. Dr. Sarah M. Neuwirth, Professorin für „High-Performance Computing and its Applications“ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, wurde in die inauguralen „SCW75“ von Scientific Computing World aufgenommen. Mit dem neuen internationalen Auswahlprogramm würdigt das Fachmedium 75 Persönlichkeiten, die weltweit die Zukunft des wissenschaftlichen Rechnens, der High-Performance-Computing-Infrastrukturen (HPC) und der KI-gestützten Forschung prägen.

Seit Oktober 2023 ist Sarah M. Neuwirth Professorin am Institut für Informatik der JGU sowie Direktorin des NHR South-West HPC Centers. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen parallele Speicher- und Dateisysteme, modulares Supercomputing, Performance Engineering sowie energieeffiziente HPC-Infrastrukturen.

Im Mittelpunkt ihrer aktuellen Forschung steht die Entwicklung sogenannter selbst-erklärender Speicher- und I/O-Systeme. Diese Systeme erfassen den Kontext wissenschaftlicher und KI-basierter Workloads, identifizieren Ursachen für Leistungsengpässe über verschiedene Systemebenen hinweg und liefern konkrete Handlungsempfehlungen für eine effizientere und nachhaltigere Datenverarbeitung. Ziel ist es, moderne wissenschaftliche Recheninfrastrukturen nicht nur leistungsfähiger, sondern zugleich transparenter, benutzerfreundlicher und ressourcenschonender zu gestalten.

Die Aufnahme in die SCW75 unterstreicht die internationale Sichtbarkeit der Mainzer Informatik im strategisch wichtigen Zukunftsfeld des Hochleistungsrechnens sowie die wachsende Bedeutung von HPC- und KI-Infrastrukturen als zentrale Grundlage datenintensiver Wissenschaft. Neben reiner Rechenleistung gewinnen dabei Aspekte wie Nutzbarkeit, Nachhaltigkeit und Systemtransparenz zunehmend an Bedeutung.

Die SCW75 vereinen führende Expertinnen und Experten aus den Bereichen HPC, Simulation, Forschungscomputing, KI-Infrastruktur und wissenschaftliche Datenverarbeitung. Das Auswahlprogramm wurde 2026 erstmals vorgestellt und macht zentrale Akteurinnen und Akteure sichtbar, die wissenschaftliches Rechnen als grundlegende Infrastruktur moderner Forschung und Innovation weiterentwickeln.