Mainzer Wissenschaftlerinnen stärken Zusammenarbeit innerhalb der Rhein-Main-Universitäten

Die Mathematikerinnen Prof. Dr. Lisa Hartung und Prof. Dr. Mária Lukáčová sowie die Physikerin Prof. Dr. Friederike Schmid von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) sind zu RMU Co-Affiliates der Technischen Universität Darmstadt ernannt worden. Mit dieser Auszeichnung würdigt die TU Darmstadt die enge wissenschaftliche Zusammenarbeit mit den Mainzer Forscherinnen im Rahmen der Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU) und macht diese Kooperation künftig noch sichtbarer.

Alle drei Wissenschaftlerinnen tragen mit ihren Forschungsarbeiten wesentlich zur interdisziplinären Profilbildung im Bereich der mathematischen Modellierung und Simulation komplexer Systeme bei.

Lisa Hartung forscht in der Wahrscheinlichkeitstheorie, insbesondere zu zufälligen (Gaußschen) Feldern und interagierenden Teilchensystemen, und befasst sich zudem mit Anwendungen in den Naturwissenschaften. Sie ist Mitglied des Mainzer Instituts für Multiskalenmodellierung und Projektleiterin im Sonderforschungsbereichs/Transregio „Multiscale Simulation Methods for Soft Matter Systems“.

Mária Lukáčová arbeitet auf dem Gebiet der Numerik und Analysis partieller Differentialgleichungen – einem zentralen Werkzeug zur Modellierung komplexer ingenieur- und naturwissenschaftlicher Prozesse. Sie entwickelt innovative, nachweislich konvergente numerische Methoden zur zuverlässigen Simulation solcher Systeme. Besondere Beiträge leistete sie zur Entwicklung strukturerhaltender numerischer Verfahren für Strömungsdynamik sowie hybrider Multiskalenmethoden für komplexe Fluide. Mária Lukáčová ist Vizesprecherin des Sonderforschungsbereichs/Transregio „Multiscale Simulation Methods for Soft Matter Systems“. Zudem engagiert sie sich in der standortübergreifenden Vernetzung, etwa durch die Organisation des RMU-Seminars „Solution Concepts PDEs“. Dieses Seminar bietet ein lebendiges Forum für den Austausch über aktuelle Fragestellungen der Theorie und Anwendung partieller Differentialgleichungen und bringt Forschende aus unterschiedlichen Bereichen der Mathematik und ihrer Anwendungen zusammen.

Friederike Schmid forscht im Bereich der statistischen Physik komplexer Materialien mit einem Schwerpunkt auf weicher Materie und biologisch inspirierten Systemen. Ihre Arbeiten verbinden Physik, numerische Mathematik, Chemie sowie Materialwissenschaften und Biologie, um Struktur- und Dynamikprozesse in Materialien wie Polymeren, Membranen oder biologisch inspirierten Systemen besser zu verstehen. Eine zentrale Rolle spielt dabei der von ihr geleitete Sonderforschungsbereich/Transregio TRR 146 „Multiscale Simulation Methods for Soft Matter Systems“. Der Verbund bringt Forschende mehrerer Standorte zusammen und umfasst auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Darmstadt.

Mit der Ernennung zu RMU Co-Affiliates wird die langjährige Zusammenarbeit der drei Wissenschaftlerinnen mit der TU Darmstadt weiter vertieft und institutionell gestärkt. Die Rhein-Main-Universitäten sind eine strategische Allianz der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der Goethe-Universität Frankfurt und der Technischen Universität Darmstadt, die ihre Zusammenarbeit in Forschung, Studium und wissenschaftlicher Infrastruktur systematisch ausbauen.